LÖWENZAHN Taraxacum officinale

Beschreibung
Der Gemeine Löwenzahn stammt aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist bei uns eine heimische mehrjährige Pflanze, die je nach Standortsituation häufig vielgestaltig in unseren Gärten wild wächst. Sie erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 30 cm und bildet eine tiefgehende Pfahlwurzel aus. Die Blätter entwickeln sich bodenständig als Rosette und sind tief gezähnt. Die hohlen, blattlosen Blütenstängel enthalten einen weißen Milchsaft. Ab April, Mai zeigen sich die süßlich duftenden goldgelben Blütenköpfe. Im Herbst bilden sich die einzelnen Zungenblüten zu kapselförmigen Samen mit flugfähigen Schirmchen um, die dann vom Wind erfasst und verweht werden.

Standortvoraussetzung
Die anspruchslose Wildpflanze zeigt eine breite Standortamplitude, besiedelt nährstoffreiche humose als auch lehmig-steinige Böden und wächst an sonnigen und halb-schattigen Standorten, häufig auf Wiesen und Brachflächen.

Ökologische Bedeutung
Wegen seiner raschen Ausbreitungsfähigkeit gilt Löwenzahn heute bei vielen Gärtnern als lästiges Unkraut. Doch schon in der Antike wurde das schöne Wildkraut als Heilpflanze geschätzt und wird heute auch in der Wildkräuterküche eingesetzt. Auch für Bienen ist der Löwenzahn eine wichtige Futterpflanze.

Verwertung
Alle Teile des Löwenzahns sind essbar. Die frischen würzig-aromatisch bitteren Blätter eignen sich roh als Salat, gekocht als Gemüse und für Kräutersuppen. Die Blüten werden gerne für Gelee, Sirup und Löwenzahnhonig verwendet. Die Wurzel eignet sich für Salat und kann auch gekocht und geröstet werden.

Persönliche Empfehlung
Löwenzahn ist eine wichtige Bienenweide. Bei Haustieren wie Kaninchen und Meerschweinchen sind die Blätter und Blüten äußerst beliebt. Zudem lässt sich das Wildkraut kulinarisch in der Küche verwenden. Alles gute Gründe, dieser Wildpflanze einen kleinen Platz im Garten anzubieten.