HUFLATTICH Tussilago farfara

Beschreibung
Der Huflattich ist eine heimische Wildpflanze mit einer Wuchshöhe von bis zu 30 cm.  Die korbförmigen strahlend gelben Blüten erscheinen mit den ersten Sonnenstrahlen bereits ab Februar, noch bevor sich die Blätter entwickeln. Die Blüten bestehen aus einzelnen Zungen- und Röhrenblüten, die leicht nach Honig duften und auf überhängenden, nickenden Stängeln sitzen. Die Blätter entwickeln sich grundständig, haben eine herz- oder hufförmige Form und sind an ihrer Unterseite auffällig weich und weißfilzig.

Standortvoraussetzungen
Huflattich hat eine breite Standortamplitude. Er besiedelt trockene als auch feuchte oder wechselfeuchten Standorte mit durchlässigen bis lehmig-tonigen Böden. Natürlich findet man Huflattich häufig auf Rohböden auf Böschungen, in Sandgruben, auf Erdablagerungen und in Steinbrüchen, wo er sich unter guten Standortvoraussetzungen schnell ausbreitet.

Ökologische Bedeutung
Als eine der ersten Frühjahrsblumen ist Huflattich mit seinem reichen Nektarangebot wertvoll für Bienen, Käfer und Schwebfliegen und bietet auch im Bestand gefährdeten Schmetterlingsarten Nahrung.

Verwertung
Der Huflattich ist als Heilpflanze anerkannt und seine Blätter sind als Droge als Arzneimittel zugelassen. Insbesondere seine schleimlösenden Stoffe wirken bei Erkrankungen der Atmungsorgane und Husten. Auch in der Wildkräuterküche findet Huflattich Verwendung. Allerdings wird hier von einem Verzehr aus Wildsammlung abgeraten, da Blätter und Blüten krebserregende Wirkstoffe enthalten. Deshalb greift man hier besser auf Kulturzüchtungen zurück, bei denen die schädlichen Wirkstoffe herausgezüchtet wurden.

Persönliche Empfehlung
Zur Ansiedelung von Huflattich im eigenen Garten empfiehlt sich ein Wurzelkriechschutz, denn die Pflanze treibt mit bis zu 2 m langen unterirdischen Wurzelausläufern aus einem kriechenden Wurzelstock aus. Zusätzlich vermehrt sich die Pflanze über Samenausbreitung und kann somit schnell ganze Teppiche bilden. Möchte man das nicht, schneidet man besser die vertrockneten Blüten ab, bevor die Samen flugfähig sind.

Häufig werden die Blätter von Rostpilzen befallen und werden dann etwas unansehnlich. Damit sich der Pilz nicht weiter ausbreiten kann, sollte man die befallenen Blätter herausschneiden und im Hausmüll entsorgen.