ROTBUCHE Fagus Sylvatica

Beschreibung
Die Rotbuche ist ein heimischer und stattlicher Baum mit bis zu 40 m Wuchshöhe. Freistehend wächst sie breit ausladend mit tief hängenden Zweigen. Als Baum sprengt sie daher schnell jeden privaten Hausgarten. Da die Buche aber sehr schnittverträglich ist, kann man sie auch in einem kleineren Garten gut als Hecke einsetzen.

Obwohl die Rotbuche sommergrün ist, haftet ihr Laub häufig bis in den Winter am Zweig und bietet somit noch lange guten Sichtschutz. Die letzten vertrockneten Blätter fallen meist erst vollständig im Frühjahr vom Baum oder Strauch, wenn das frische Laub bereits wieder neu austreibt.

Die Rinde von Stamm und Ästen ist silbergrau und glatt. Die Blätter sind glänzend grün, ganzrandig, leicht buchtig gezähnt, wellig gebuchtet oder fein gezähnt.
Die Blüten erscheinen im April bis Mai, gleichzeitig mit den Laubblättern. Dabei bilden sich männliche und weibliche Blüten getrennt auf ein und derselben Pflanze aus. Die männlichen Blüten sind lang gestielt und hängen in Büscheln herab. Die weiblichen Blüten haben behaarte Blütenhüllen, die einen dreikammerigen Fruchtknoten umhüllen, aus denen sich nach Befruchtung im Herbst die dreikantigen Nussfrüchte (Bucheckern) bilden. Die Bucheckern sitzen dabei meist zu zweit oder zu dritt in einem stark verholzten, außen stacheligen Fruchtbecher.

Standortvoraussetzungen
Rotbuchen mögen es wintermild und sommerkühl-feucht. Starke Trockenheit vertragen sie nicht. Gut gedeihen Rotbuchen auf sandig-lehmigen bis lehmigen schwach sauren-bis alkalischen Standorten.

Ökologische Bedeutung
Bucheckern sind eine nahrhafte und wertvolle Futterquelle für viele heimische Vogelarten. Insbesondere Ringeltauben, Eichelhäher und Eichhörnchen mögen diese Früchte sehr.

Verwertung
Die Früchte der Rotbuche sind roh nicht zum Verzehr geeignet, da sie schwach giftig sind und bei Verzehr Magen- und Kopfschmerzen auslösen können. Röstet man die Nüsse hingegen in einer Pfanne oder kocht sie kurz auf, lassen sich die nicht hitzebeständigen Giftstoffe abbauen. Nach Röstung kann man sie einfach pur knabbern oder über Obstsalate streuen. Gemahlen lassen sie sich für Kuchen, gepresst als Öl verwenden.

Persönliche Empfehlung
Ich habe Bucheckern schon häufig geröstet und zu einem leckeren Pesto weiterverarbeitet. Und obwohl ich sie so gut vertrage, weiß ich, dass es nicht jedem so ergeht. Deshalb meine Empfehlung: Wenn überhaupt, dann sehr gut durchrösten oder aufkochen und besser nur in kleinen Mengen verzehren!

Da Bucheckern für viele Wildtiere eine wichtige und nahrungsreiche Futterquelle sind, sollte man die Früchte im Herbst liegenlassen und nicht zusammen mit dem Falllaub entsorgen!