GEFLECKTES LUNGENKRAUT Pulmonaria officinalis

Beschreibung
Das Gefleckte Lungenkraut ist eine schöne heimische Wildpflanze für lichtschattige Gartenstandorte. Mit ihren herz-eiförmigen, weiß gefleckten Blättern und ihren anfangs rötlichen, später blauen Blütenblättern setzt das Lungenkraut bereits ab Februar erste Farbtupfer. Wegen der rauhaarigen Blätter gehört es zur Familie der Raublattgewächse.

Standortvoraussetzung
Lungenkräuter erwachen gerne unter laubabwerfenden Sträuchern und Bäumen, wenn die Gehölze noch kahl sind und genügend Licht durchlassen. Sie lieben humose nährstoffreiche, kalkhaltige Lehmböden. Hier breiten sie sich mit ihren dicken Rhizomen langsam aus. Natürlich finden wir Lungenkräuter im Verband mit Buchen, Erlen- und Ulmen.

Ökologische Bedeutung
Lungenkräuter sind ökologisch wertvolle Insektenpflanzen. Insbesondere die anfangs rötlichen Blüten liefern wertvollen Nektar für erste Wildbienen. Schwebfliegen fressen den Pollen und für Nachtfalter sind die Blätter eine wichtige Futterquelle.

Verwertung
Der Name Lungenkraut ist vom lateinischen Wort „pulmo“ – Lunge – abgeleitet. Er verweist auf die Ähnlichkeit der Blätter mit Lungenflügeln hin. Wegen der in den Blättern enthaltenen schleimlösenden Wirkstoffe wird das Lungenkraut in der Volksmedizin in Form von Aufgüssen und Tees bei Erkältungskrankheiten und Atemwegserkrankungen eingesetzt. Aber auch kulinarisch lassen sich die jungen Blätter verwerten. Aufgrund des leicht kohlartigen Geschmacks eignen sie sich püriert für Wildräutersuppen, als Blattsalat oder kurz gedünstet als Gemüse.

Persönliche Empfehlung
Als früher Bodendecker ist das echte Lungenkraut eine schöne Pflanze im lichtschattigen Gartenbeet. Zwischen Efeu und Maiglöckchen bereichert es bereits im Vorfrühling mit ersten Farbtupfern. Als frühe Futterquelle ist es unverzichtbar für Wildbienen und somit eine wichtige Pflanze für den Insektenschutz. Durch Teilung der Rhizome oder durch Aussaat lassen sich Lungenkräuter günstig im Garten vermehren.